Angst, depressive Verstimmung, Reizbarkeit:

Wenn nervöse Ängste, vorherrschen, stand bis vor kurzem mit dem Kava-Extrakt, als Phytotranquilizer, ein wirksames Arzneimittel zur Verfügung, das angstlösend, beruhigend, schlaffördernd und auch krampflösend wirkt. Seine angstlösende Wirkung tritt ein, sofern die Mindestdosierung von 100mg Kava-Pyronen (z.B. Kavain, Methysticin) pro Tag eingehalten wird. Die Wirkung von Kava-Kava baut sich über 10 bis 14 Tage auf. Die Therapieempfehlung lag bei mindestens acht Wochen. Selbst bei längerer Einnahme ist nicht mit einer Toleranz- oder Abhängigkeitsentwicklung zu rechnen.
Weil neuere Beobachtungen eine leberbelastende Wirkung des Kava-Extraktes zeigten, sind allerdings alle entsprechenden Arzneimittel vom Markt genommen worden.

Zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eignet sich ein Extrakt aus dem Johanniskraut, dessen Bestandteile, wie das Hypericin und insbesondere wohl das Hyperforin, für die stimmungsaufhellende und antidepressive Wirkung verantwortlich gemacht werden. Seine Wirksamkeit konnte in etlichen Studien nachgewiesen werden und ist zum Teil synthetischen Präparaten gleichwertig. Entscheidend für einen zuverlässigen Effekt ist eine Tagesdosis von mindestens 600-900mg Extrakt. Bei dieser Dosis stellt sich die Wirkung nach etwa 14 Tagen vollständig ein.
Weil durch das Johanniskraut die Haut lichtempfindlicher wird, sollte während der Therapie auf intensives Sonnenbaden und den Gang ins Solarium verzichtet werden.
Der genaue Wirkmechanismus des Johanniskrauts ist noch nicht abschließend geklärt, als eine Erklärung wird angenommen, dass die erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut für die antidepressive Wirksamkeit mitverantwortlich ist.

 
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