Schlafstörungen:

Phytopharmaka, die in wechselnder Zusammensetzung Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume enthalten sind bei leichten Formen von Schlafstörungen einsetzbar. Sie eignen sich zudem noch zur Behandlung von innerer Unruhe, Nervosität und Gereiztheit.
Sollten pflanzliche Präparate nicht ausreichend wirksam sein, können Schlafstörungen auch mit rezeptfreien, synthetischen Wirkstoffen, wie z.B. dem Doxylamin oder Diphenhydramin behandelt werden. Ihr Einsatz sollte allerdings nur kurzfristig erfolgen und kann das Gespräch mit dem Arzt nicht ersetzen. Da synthetische Präparate zum Teil sehr langsam abgebaut werden, kann es am nächsten Morgen zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen, dem sogenannten "hangover", außerdem besteht die Gefahr der Wirkstoffanreicherung und damit der Wirkungsverstärkung. Diese Präparate sollten also sehr zurückhalten eingesetzt werden.

Seit geraumer Zeit wird über das Melatonin als Schlafmittel diskutiert. Dabei handelt es sich um einen körpereigenen Stoff, der in einer besonderen Region des Gehirns, der Zirbeldrüse, gebildet wird und an der Regulation des Schlaf-Wach- Rhythmus beteiligt ist. Für Melatonin ist zwar eine schlafanstoßende Wirkung nachgewiesen worden, allerdings scheint dieser Effekt gerade bei älteren Menschen nicht ganz zuverlässig zu sein. Außerdem sind die Begleiterscheinungen auf den Körper noch nicht ausreichend untersucht, was unter anderem ein Grund dafür ist, warum es in Deutschland noch kein zugelassenes Arzneimittel gibt.
 
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