Arteriosklerose:

Durch die Abnahme des Östrogenspiegels im Blut während der Wechseljahre nimmt auch der Gefäßschutz dieses Hormons ab. Für die Frau steigt in den folgenden Jahren das Arterioskleroserisiko (Arterienverkalkung) an. Die Gefahr der Arteriosklerose liegt darin, dass Blutgefäße durch abgelagertes Cholesterin ihre Elastizität verlieren und sich verengen. Dadurch können die Gefäße einreißen oder verstopfen. In beiden Fällen kann die Folge ein Schlaganfall oder Herzinfarkt sein. Je nach Höhe des Cholesterinblut-spiegels entscheidet der behandelnde Arzt ob eine besondere medikamentöse Therapie notwendig ist.
Es besteht aber auch begleitend die Möglichkeit, neben einer angepassten Ernährung, mit entsprechenden Präparaten das Risiko der Arterienverkalkung zu reduzieren.

Das ein Extrakt aus den Blättern der Artischocke bei Verdauungsstörungen wirksam ist, die von einer verminderten Gallensekretion herrühren, ist lange bekannt. Darüber hinaus liegen Erkenntnisse zur Unterstützung einer lipidsenkenden Therapie vor. Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Artischocke eine verringerte Cholesterinsynthese in der Leber bewirkt und den Triglyceridspiegel im Blut absenkt. Außerdem werden vermehrt Gallensäuren und Cholesterin in den Darm abgegeben, was den Cholesterinspiegel im Blut zusätzlich senkt und somit einer Ablagerung in den Gefäßen entgegenwirkt.

Auch vom Vitamin E (a-Tocopherol) wird angenommen, dass es in den Ablauf der Arterienverkalkung eingreifen kann. Gesichert ist die Fähigkeit des Vitamin E`s, durch seine Radikalfängereigenschaften, in den Blutgefäßen abgelagertes Cholesterin vor einer chemischen Veränderung (Oxidation) zu schützen. Das Cholesterin kann wieder abtransportiert werden und damit die Arterienverkalkung in einem sehr frühen Entstehungsstadium beeinflusst werden.
Die optimale Dosierung ist noch nicht ganz klar, sollte aber 300-500 IE Vitamin E täglich nicht unterschreiten. Da es nicht möglich ist, diese Menge an Vitamin E über die Nahrung zuzuführen, muss hier auf entsprechend dosierte Arzneimittel zurückgegriffen werden.

Omega-3-Fettsäuren sollen ebenfalls die Blutgefäße vor der Arteriosklerose schützen. So tragen sie unter anderem zur Senkung des Cholesterin- und insbesondere des Triglyceridspiegels bei und verbessern das Fließverhalten des Blutes. Auf diese Weise führen Sie zu einer Abnahme des Arterioskleroserisikos.
Aufmerksam geworden ist man auf die Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren durch die Beobachtung, dass bei den in Grönland lebenden Eskimos, die sich bekanntlich vorwiegend von Kaltwasserfischen ernähren und auf diese Weise große Mengen an Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahezu unbekannt sind. Diese Erkenntnis ist heute bereits in die Ernährungsvorschläge der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) eingeflossen, die mindestens zwei Fischmahlzeiten in der Woche empfehlen.
Arzneimitteln, die beispielsweise Lachsöl enthalten, können ebenfalls eingesetzt werden, wobei die Tagesdosis 500-1000mg Omega-3-Fettsäuren betragen sollte, um einen vorbeugenden Effekt zu erzielen.

Es soll noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die hier genannten Stoffe wie Artischocke, Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren ausschließlich eine Begleitmedikation darstellen und nie die vom Arzt verordnete Therapie ersetzen können.
 
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